Blockheizkraftwerke (BHKW) sind kleine Kraftwerke für Zuhause oder Gewerbe. Sie erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme – das nennt man Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Dadurch werden die eingesetzten Brennstoffe besonders effizient genutzt. BHKW sind eine interessante Lösung für Hausbesitzer, die Energiekosten senken und unabhängiger von Stromversorgern werden möchten.
Wie funktioniert ein Blockheizkraftwerk?
Ein Motor (Gas, Biogas oder Flüssiggas) treibt einen Generator an.
Dabei entsteht Strom für den Eigenverbrauch oder die Einspeisung ins Netz.
Die Abwärme des Motors wird über Wärmetauscher genutzt, um Heizung und Warmwasser zu versorgen.
👉 Ergebnis: Ein sehr hoher Gesamtwirkungsgrad von bis zu 90 %.
Vorteile für Hausbesitzer
⚡ Eigener Strom + Wärme aus einer Anlage
💶 Geringere Energiekosten durch gleichzeitige Nutzung
🌱 Klimafreundlicher Betrieb mit Biogas oder regenerativen Brennstoffen
💰 Einspeisevergütung & KWK-Förderung sichern zusätzliche Einnahmen
🏡 Wertsteigerung der Immobilie durch innovative Energietechnik
Kosten & Förderung
Investition: meist zwischen 20.000 € und 40.000 €, abhängig von Größe und Technik.
Betriebskosten: Wartungskosten fallen an, Betrieb lohnt sich vor allem bei hoher jährlicher Laufzeit.
Förderung: Für viele Maßnahmen zur energetischen Sanierung und Nutzung erneuerbarer Energien stehen Förderprogramme zur Verfügung. Welche Förderung infrage kommt, hängt unter anderem von der geplanten Maßnahme, dem Gebäude, dem Standort und dem Zeitpunkt der Antragstellung ab.
Über die Fördermitteldatenbank von foerderdata.de können Sie aktuelle Förderprogramme recherchieren und passende Angebote für Ihr Vorhaben finden.
Passende Förderprogramme finden
Bitte beachten Sie: Förderbedingungen können sich ändern. Prüfen Sie deshalb vor Beginn der Maßnahme die jeweils aktuellen Voraussetzungen, Fristen und Antragsbedingungen.
Für wen eignet sich ein BHKW?
Gebäude mit konstantem Wärmebedarf (z. B. Mehrfamilienhäuser, Gewerbe, Hotels).
Eigenheime mit hohem Energiebedarf oder kombiniertem Verbrauch (z. B. Wärmepumpe + Strombedarf).
Besonders sinnvoll, wenn gleichzeitig viel Strom verbraucht wird (z. B. für Wärmepumpe, E-Auto oder Gewerbebetrieb).
Praxisbeispiel
In einem Mehrfamilienhaus mit 6 Wohneinheiten wurde ein BHKW installiert. Es liefert rund 60 % des Strombedarfs der Bewohner und deckt den Großteil des Heiz- und Warmwasserbedarfs. Durch Förderungen und KWK-Zuschläge amortisiert sich die Anlage nach etwa 8 Jahren.
Mehr Wissen zu Blockheizkraftwerken
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👉 Perfekt für Hausbesitzer und Planer, die ein BHKW fundiert bewerten möchten.
Häufige Fragen (FAQ)
Lohnt sich ein BHKW im Einfamilienhaus?
Ja, wenn ein hoher Wärmebedarf und ein relevanter Stromverbrauch vorliegen. Besonders wirtschaftlich ist es, wenn der erzeugte Strom direkt im Haus genutzt wird.
Welche Brennstoffe kann ein BHKW nutzen?
Die meisten BHKW laufen mit Erdgas oder Biogas, teilweise auch mit Flüssiggas oder Pflanzenöl. Zunehmend gibt es Konzepte für Wasserstoff als Brennstoff.
Wie hoch ist die Lebensdauer eines BHKW?
Ein modernes BHKW hält in der Regel 10–15 Jahre oder ca. 40.000–60.000 Betriebsstunden – bei guter Wartung auch länger.
Gibt es Förderungen für Blockheizkraftwerke?
Ja. Neben BAFA-Zuschüssen gibt es den KWK-Zuschlag für eingespeisten Strom sowie weitere regionale Programme.
